Das CAD/CAM-Telegramm Ausgabe 1

Für interessierte Zahnärzte(innen), Helferinnen und Zahntechniker(innen)

Ausgabe 1: 04.06.2013

Thema:

Worauf ist zu achten, wenn ich Zirkon- oder NEM-Datensätze an das Fräszentrum verschicke?

Zirkon wird etwa 25% größer gefräst, NEM in seiner tatsächlichen Größe.

Bei Zirkon ist drauf zu achten, dass die Mindestdicke 0,5mm beträgt. Außerdem braucht man zum problemlosen Fräsen eine Randstärke von 0,3mm und einen Randwinkel von 65°. Da Zirkon im ungesinterten Zustand bedeutend weicher ist als die Fräsen mit denen es bearbeitet wird, ist es weniger schlimm wenn es kleine Fehlstellen bei der Konstruktion gibt. Dies könnte z.B. sein wenn bei einer Konstruktion einer vollanatomischen Brücke zusätzlich Verbinder angelegt werden.

Bei NEM reicht eine Mindeststärke von min. 0,3mm und eine Randstärke von 0,15 mm sowie ein Randwinkel von 75°- 85° aus. Da NEM nicht wie Zirkon 25% größer gefräst wird, ist es auch schwierig feste Fräsparamter wie bei Zirkon anzugeben. Hier hängt es z.B. davon ab, wann der Scanner zuletzt kalibriert wurde, ob der zu scannende Stumpf eine Stufen- oder Tangentialpräperation hat, ob der Stumpf konisch ist oder ob er parallele Wände aufweist. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, ob die Oberfläche glatt oder eher rau ist.

Bei Stahl muss jeder sein eigenes Maß finden!

Besonders bei NEM ist auf eine saubere und ordnungsgemäße Konstruktion zu achten. Schon die kleinste Fehlstelle kann dazu führen, dass ein Fräser bei der Bearbeitung abbricht.

Kontrollieren Sie (egal ob Zirkon oder NEM) zum Abschluss der Konstruktion immer Ihre gesamte Arbeit. Sollten Sie einmal unsicher sein, rufen Sie einfach im Fräszentrum an. Wir beraten Sie gern!

Tel.: 03504 6293974

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